Schablonentechnik - Emaillieren - Kunst und Handwerk 2015

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Emailtechniken
Schablonentechnik

Wie der Name bereits sagt, wird hier die Bildgestaltung mittels Schablonen vorgenommen. Dabei kann man sich der verschiedensten Schablonen-materialien, die im Künstlerbedarf erhältlich sind, bedienen, oder auf im Haushalt befindliche Materialien zurückgreifen. Das zu verwendende Schablonen- material richtet sich u. a. nach der Dimension der zu schablonierenden Fläche und nach der Häufigkeit der Anwendung. Das einfachste Schablonenmaterial, das sich für fast alle Arbeiten verwenden lässt ist Zeitungspapier, oder ein einigermaßen nassfestes Seidenpapier. Langlebige Schablonen, die sich allerdings fast nur für ebene Flächen eignen, sind z. B. Zellophan oder dünne transparente Folien wie sie u. a. auch beim Kopieren verwendet werden. Die Schablonen aus wasserfesten Folien können immer wieder benutzt werden. Auch Blätter, Gräser, Netze, Zeitungspapier, nasse Wollfäden usw. eignen sich als Schablonen. Im Bild rechts: Pflanzenteile als Schablone. 
Technik.

* Eine Platte geeigneter Größe wird in der Streutechnik (oder auch in anderer Technik) beidseitig emailliert
* Schablone aus geeignetem Material zuschneiden.
* Damit die Schablonen sich besser Abheben lassen, kann man kleine "Anfasser" aus Tesafilm auf die Schablonen kleben.
* Schablone nass machen und an geeigneter Stelle auf die voremaillierte Platte legen. Platte samt Schablone mit Kleberwasser einsprühen
* Email aufsieben. Sie können selbstverständlich auch mehrere Emailfarben gleichzeitig verwenden.
* Schablone vorsichtig abziehen. Sie kann im nassen oder trockenen Zustand abgezogen werden. Zieht man nass ab, werden die Konturen etwas verschwommener, zieht man trocken ab, werden die Kanten schärfer Brennen.
Nach dem Brennen können, für weitere Gestaltung, erneut Schablonen aufgelegt werden. Der abgebildeten Akte wurden mit 5 verschiedenen Schablonen gestaltet.


Linkes Bild: Orangennetz, teilweise zerrissen als Schablone. Die Schale wurde nach dem Gegenemaillieren innen mit hellgrauem opakem Email besiebt und gebrannt. Dass Netz wurde nass aufgelegt und die gesamte Innenseite der Schale mit Kleberwasser besprüht. Rotes opakes Email wurde aufgesiebt und das noch nasse Netz wurde abgezogen. Danach erfolgte der Schlussbrand.

Rechts Bild. Schöne Effekte lassen sich auch mit Pflanzen erzielen. Nach der Grundemaillierung werden die frisch gepflückten Pflanzenteile aufgelegt und  mit Kleberwasser übersprüht. Über die ganze Fläche werden ein oder mehrere zur Grundemaillierung kontrastierende Emails nicht zu dick aufgesiebt. Die Pflanzenteile werden vorsichtig abgezogen. Das Werkstück wird getrocknet und gebrannt. 



 
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